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Product Code: 2635

Verfügbarkeit: Auf Lager

Riesling Odernheimer Disibodenberg Von Racknitz

Details

Die Trauben stammen vom Odernheimer Kloster Disibodenberg, der ältesten dokumentierten Weinlage Deutschlands, die den Disibodenberger Schichten den Namen gab. Sie stammen aus selektiver Handlese.

Weinberg: Optimal nach Süden ausgerichteter terrassierter Steilsthang mit 11 übereinanderliegenden, je 1 Km langen, uralten Sandsteintrockenmauern. Eine der besten Lagen der Nahe, allerdings in den letzten hundert Jahren in Vergessenheit geraten. Die beste Parzelle wölbt sich wie ein parabolspiegel nach Süden, direkt unterhalb eines riesigen, wärmespeichernden Sandsteinfelsens.
Die Disibodenberger Schichten, gepaart mit dem außergewöhnlichen Mikroklima der Terrassen ermöglichen perfekt gereifte Beeren. Mineralik, exotische Frucht und cremig-sanfte Textur sind die Erkennungsmerkmale der Disibodenberger Weine, mit deren Hilfe dem Disibodenberg seine einstige Bedeutung zurückgeben.

 

Verkostungsnotiz: Straff und saftig im Mund, hefig, kräuterig und sehr mineralisch, lebendige, Säure, straffer Bau, Kraft und gewisser Schmelz am Gaumen,
schöne Balance, sehr guter Abgang.

 

 

 

Rebsorte: 100% Riesling
Terroir: Disibodenberger Schichten
Vergärung: mit Weinbergs/Traubeneibenen Hefen (Spontangärung)
Alc.:
12,5 %
Rebenalter: 30
Jahre und älter
Ertrag: 30 hl/ha
Alterungspotenzial: 5-10 Jahre  :: Dekantieren !  An einer Flasche kann tagelang getrunken weden !

 

 

Zum Weingut
Das Weingut ist am legendären Berg der Hildegard von Bingen, dem Disibodenberg bei Odernheim, gelegen. Es ist der ehemalige Wirtschaftshof des Klosters Disibodenberg und damit eines der ältesten Weingüter Deutschlands, mit klösterlichem Ursprung. Seit dem Jahr 2003 wird die Tradition von Luise von Racknitz-Adams und Matthias Adams fortgesetzt. Seitdem konzentriert sich das Weingut auf die Herstellung hochwertiger Riesling-Weine aus den besten Lagen der mittleren Nahe. Zum Gut gehören neben dem Disibodenberg solch renommierte Lagen wie der Schlossböckelheimer Königsfels, die Niederhäuser Hermannshöhle, Niederhäuser Klamm und der Traiser Rotenfels, zum großen Teil mit sehr altem Rebbestand. Da die Herkunft der Weine herausgearbeitet werden soll, arbeitet man bewußt nach den Grundsätzen des ökologischen Weinbaus, läßt die Weine mit ihren eigenen Hefen vergären und füllt nach langem Hefelager sehr spät ab. So entstehen Rieslinge mit Charakter, jenseits des Mainstream.

Eine kleine Sensation gelang dem Rebsortenkundler und Biologen Andreas Jung im Sommer 2008. Auf seit Jahrhunderten aufgelassenen Terrassen entdeckte er fünf Stöcke der eigentlich seit dem späten Mittelalter ausgestorbenen Rebsorte Weißer Orléans. Jung ist sich sicher, daß es sich bei diesem Fund um die ältesten Reben Europas handelt. Orléans gehört zu den späten, sehr säurebetonten Rebsorten, die nur in heißen Lagen ausreifen. Die fünf verwilderten Reben des Weissen Orléans am Disibodenberg haben an den äußeren Mauerkanten schwer zugänglicher und deshalb längst aufgelassener Weinterrassen überlebt, wo sie mehrfach verzweigt die Steilwand herunterhängen und so der Lichtkonkurrenz des Schlehengebüschs entgehen konnten. Unter Berücksichtigung des im Weingut von Racknitz vorhandenen historischen Kartenmaterials kann ausgeschlossen werden, dass es sich bei den identifizierten Reben um Anpflanzungen des Heidelberger Gartenarchitekten und Ampelographen Johann Metzger (1789-1852) handelt, der 1827 eine eigene Ampelographie über den Rheinischen Weinbau verfasste und auch den romantischen Landschaftspark um die Klosterruine Disibodenberg geplant hat. Insofern müssen die Reben aus einer Zeit stammen, als das Kloster Disibodenberg und dessen Weinberge noch in Betrieb gewesen sind, also zwischen 1108 und der Aufgabe des Klosters in 1559. Diese Zeitspanne entspricht der Dauer der mittelalterlichen Warmphase. Der Orleans war bis ins 19. Jahrhundert in Deutschland verbreitet, vor allem am Rüdesheimer Berg im Rheingau, wo man die späte, sehr säurebetonte Rebsorte schätzte.

Gegründet wurde das Kloster am Zusammenfluss zwischen Nahe und Glan von dem irischen Wandermönch Disibod, der zunächst eine Kappelle und eine Klause errichtete. An der verwilderten Stelle errichtete der Mainzer Erzbischof Willigis ein Stift, das einer seiner Nachfolger, Ruthard, 1108 in ein Benediktinerkloster umwandelte. Im Jahr 1112 trat in dieses Kloster ein junges Mädchen namens Hildegard ein. Sie wird 40 Jahre bleiben und später als Hildegard von Bingen mit ihren Schriften zu Ethik, Welt, Mensch und ihren Visionen Berühmtheit erlangen. Auch dem Wein sprach die Heilerin eine bedeutende Rolle zu: Ein Wein von der Rebe, wenn er rein ist, macht dem Trinker das Blut gut und gesund.

 

 

 

 

Das Kloster wurde nach der Reformation geschlossen und verfiel zu einem romantischen Ruinenpark, wie er noch heute zu sehen ist. Hildegard von Bingen erwähnte auch als eine der ersten den Hunnischen (hunnisch bedeutet althochdeutsch grossbeerig) Wein, zu dem auch der Hartheunisch (hartschalig und grossbeerig?) alias Gelber Orléans gehört(e).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zusätzliche Information

Hersteller Nein
0,75 l
16,00 €
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Art-Nr.: 2635